Bleib stehen. Ein Ring, der am Strand abgeht, wandert nicht weg. Er liegt fast immer im Sand, genau dort, wo du gerade stehst.
Eine Sache vorweg, weil sie auf dieser Insel jeden betrifft: In den Dünen von Maspalomas sucht niemand. Der Strand davor ist etwas anderes.
Die Dünen von Maspalomas sind ein Naturschutzgebiet. Da geht niemand mit einer Sonde hinein, weder du noch der, der dir hilft, und eine Genehmigung dafür bekommt eine Privatperson nicht. Dasselbe gilt für jede Fundstätte, die der Cabildo im Katalog hat.
Der Strandstreifen ist eine andere Sache. Das kanarische Denkmalrecht regelt die archäologische Prospektion. Es regelt nicht, dass du deinen eigenen Ehering zurückholst. Wo genau diese Grenze verläuft, muss der wissen, der sucht, und nicht du.
Playa del Inglés. Sehr breit und überall gleich. Zweihundert Meter weiter steht derselbe Schirm noch einmal. Hier ist ein Foto mit einem festen Punkt darauf mehr wert als an jedem anderen Strand der Insel, und die Nummer vom Rettungsturm ist das Beste, was du mitbringen kannst.
Maspalomas. Gemeint ist der Streifen zwischen Leuchtturm und Dünenkante, nicht das Dünenfeld dahinter. Sag dazu, auf welcher Seite vom Leuchtturm du warst.
Amadores und Puerto Rico. Aufgeschütteter Sand und ruhiges Wasser, und viele Leute stehen brusttief darin. Wenn der Ring beim Schwimmen abgegangen ist, ist der Kreis klein, und das ist eine gute Nachricht.
Las Canteras in Las Palmas. Stadtstrand, das ganze Jahr voll, das Riff La Barra nimmt die Welle heraus. Die meisten Verluste passieren hier im trockenen Sand, irgendwo zwischen Handtuch und Promenade.
Das Wasser hat auch im Jänner noch um die neunzehn Grad. Das klingt nach angenehm und ist genau die Temperatur, bei der die Finger schmäler werden. Deshalb geht der Ring meistens beim ersten Bad des Urlaubs weg und nicht beim vierten. Sonnencreme macht den Rest.
Schreib dazu, ob es im Wasser war. Im Wasser braucht es ein wasserdichtes Gerät, und das hat nicht jeder. Ehering im Wasser verloren.
Den meisten fällt es am Flughafen auf oder beim Auspacken. Das ist kein Grund, es sein zu lassen. Du musst nicht vor Ort sein, damit jemand sucht. Es reicht, wenn du sagst, welcher Strand, welcher Abschnitt und welcher Tag.
Gold hilft dir dabei. Es ist schwer, sinkt gerade nach unten und treibt nicht seitlich weg. Ring im Sand verloren.
Retrievly sucht nicht selbst. Wir bringen dich mit den Leuten zusammen, die das gerne machen.
Auf den Kanaren sind wir neu, und das sagen wir dir offen. Es kann sein, dass bei deinem Strand noch niemand angemeldet ist. Dann gehen wir jemanden suchen: Stell die Anfrage ein, und wir fragen in den Gruppen und Foren der Insel herum und schicken ihm den Link.
Öffentlich sieht man nur einen groben Kreis. Den genauen Punkt bekommt eine einzige Person, nämlich die, für die du dich entscheidest, und erst dann.
Über Retrievly läuft kein Geld. Den Finderlohn machst du dir direkt mit dem aus, der für dich hinausgefahren ist.
Zwei Dinge entscheiden das meiste: wie schnell die Anfrage online geht und wie eng du die Stelle eingrenzen kannst. Am selben Tag und mit einem Punkt, an den man sich stellen kann, ist das eine ganz andere Aufgabe als eine große Fläche zwei Wochen später. Und wir überprüfen niemanden, der sich meldet: Schau dir das Profil an und trefft euch an einem öffentlichen Ort.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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