Bleib stehen. Dein Ring liegt mit ziemlicher Sicherheit noch dort, wo er dir abgegangen ist — meistens keine hundert Meter von dir entfernt.
Mit jedem Schritt, den du jetzt machst, wird die Fläche größer, die später jemand absuchen muss.
Auf der Wiese bleibt er in der Grasnarbe hängen. Im Sand rutscht er weiter nach unten, im Schnee bleibt er liegen, bis es taut.
Ob auf der Donauinsel, im Strandbad an der Alten Donau, am Wörthersee oder Attersee, am Neusiedler See oder auf einer Almwiese in Tirol: Gold und Silber sind für ein Metallsuchgerät gut zu erkennen. Was ein Detektor findet und was nicht.
Dort, wo du den Ring zuletzt sicher noch am Finger hattest — nicht dort, wo du ihn vermutest. Und geh in Bahnen, nicht im Kreis: Kreise lassen Lücken.
Am Wasser: in den Strandbädern an der Alten Donau und auf der Donauinsel, am Neusiedler See, am Wörthersee, Attersee, Traunsee oder Wolfgangsee. In der Schweiz am Zürichsee, am Vierwaldstättersee, am Thuner- und Brienzersee oder am Genfersee. In Deutschland am Bodensee, am Starnberger See, am Chiemsee, an der Ostsee und an den Baggerseen im Rheinland. Beim Eincremen, beim Abtrocknen, beim Hineingehen ins kalte Wasser.
Auf der Wiese: im Prater, im Augarten, im Englischen Garten, auf der Zürcher Allmend, auf Spiel- und Sportplätzen, beim Grillen im Garten. Und im Schnee, beim Handschuhausziehen am Lift — in Tirol, im Wallis, im Berner Oberland oder im Allgäu.
Selber suchen können wir nicht. Aber wir kennen Leute, die das gerne für dich tun.
In Österreich, Deutschland und der Schweiz gehen Menschen in ihrer Freizeit mit dem Metalldetektor los, freiwillig und ohne Bezahlung. Das Schönste daran ist für sie der Moment, in dem sie dir den Ring zurückgeben.
Wer sucht, sieht nur einen Umkreis von rund fünf Kilometern, nie den genauen Punkt. Den bekommt allein die Person, für die du dich entscheidest.
Über Retrievly läuft kein Geld. Wenn du dich bedanken möchtest, machst du dir das direkt mit der Person aus, die für dich losgezogen ist. Ein ehrliches Danke ist auch genug.
Zwei Dinge entscheiden das meiste: wie schnell die Anfrage online geht und wie eng du die Stelle eingrenzen kannst. Am selben Tag und mit einem Punkt, an den man sich stellen kann, ist das eine ganz andere Aufgabe als eine große Fläche zwei Wochen später. Und wir überprüfen niemanden, der sich meldet: Schau dir das Profil an und trefft euch an einem öffentlichen Ort.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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