Geh noch nicht raus und wander nicht im Wasser herum. Solange du dort stehst, wo es passiert ist, weißt du über die Stelle mehr als in fünf Minuten.
Ein Ring bleibt im See fast genau dort liegen, wo er hineingefallen ist. Er ist schwer, und die Strömung bewegt ihn kaum.
Auf Kies oder Sand liegt der Ring obenauf oder ein paar Zentimeter tief — das sind die besten Aussichten. Im Schlamm sinkt er ein, bleibt aber an Ort und Stelle: schwieriger, nicht aussichtslos. In Seegras bleibt er oft in den Halmen hängen, noch über dem Grund.
In Kärnten — Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See, Faaker See, Klopeiner See, Weissensee — sind die Badebereiche flach und oft sandig oder kiesig. Das sind die besten Aussichten von allen.
Im Salzkammergut — Attersee, Traunsee, Mondsee, Wolfgangsee, Hallstätter See, Fuschlsee, Grundlsee, Altausseer See — fällt der Grund oft schon nach wenigen Metern steil ab. Umso wichtiger ist, wie tief du gestanden bist.
Am Neusiedler See liegt Schlamm über hartem Grund, dazu Schilf, das die Orientierung schwer macht. In Wien geht es fast immer um die Alte Donau, die Neue Donau und die Ufer der Donauinsel: weicher Grund, der Ring sinkt ein, bleibt aber an Ort und Stelle. In Tirol und Vorarlberg sind es Achensee, Plansee, Walchsee und der Bodensee bei Bregenz.
In der Schweiz geht es meist um den Zürichsee, den Vierwaldstättersee, den Zuger See, den Thuner- und Brienzersee, den Bielersee oder den Genfersee. Viele Badestellen sind flach und kiesig — das ist gutes Gelände. Wo es gleich steil abfällt, wie am Walensee, zählt die erinnerte Tiefe umso mehr.
In Deutschland sind es der Bodensee, der Starnberger See, der Ammersee, der Chiemsee, die Müritz und die Baggerseen im Rheinland und im Ruhrgebiet. Baggerseen haben oft einen sandigen Einstieg und danach eine steile Kante — merk dir, ob du noch stehen konntest.
Am Ende liegt der Unterschied aber weniger am See als an der Stelle: Ein Badestrand, ein Steg und eine Bootsanlegestelle verhalten sich völlig verschieden.
Nicht blind im Schlamm herumtauchen und nicht rechen. Damit gräbst du den Ring tiefer ein und nimmst dir die Sicht für den Rest des Tages.
Selber suchen können wir nicht. Aber wir kennen Leute, die das gerne für dich tun.
Suchen im Wasser ist ein eigenes Handwerk, und nicht jedes Gerät darf hinein. Wer sich bei dir meldet, sagt dir, ob seine Sonde wasserfest ist und bis wohin er kommt.
Wer sucht, sieht nur einen Umkreis von rund fünf Kilometern, nie den genauen Punkt. Den bekommt allein die Person, für die du dich entscheidest.
Über Retrievly läuft kein Geld. Wenn du dich bedanken möchtest, machst du dir das direkt mit der Person aus.
Zwei Dinge entscheiden das meiste: wie schnell die Anfrage online geht und wie eng du die Stelle eingrenzen kannst. Am selben Tag und mit einem Punkt, an den man sich stellen kann, ist das eine ganz andere Aufgabe als eine große Fläche zwei Wochen später. Im Wasser zählt eine genaue Stelle noch mehr als an Land. Und wir überprüfen niemanden, der sich meldet: Schau dir das Profil an und trefft euch an einem öffentlichen Ort.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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