Bleib, wo du bist. Ein Ring, der dir im Wasser vom Finger rutscht, geht fast gerade nach unten und bleibt dort liegen. Eine Strömung, die ihn wegträgt, hat so ein See nicht.
Und dann das Gute: An den Kärntner Badeseen geht man meistens flach hinein, auf Sand oder Kies. Für eine Sonde gibt es kaum einen besseren Grund.
Der See allein ist für eine Suche zu groß. Was der Sucher braucht, ist das Bad, der Steg oder das Hotel, vor dem du im Wasser warst.
Wörthersee: Velden, Pörtschach, Krumpendorf, Klagenfurt, und dazwischen ein Strandbad nach dem anderen, dazu die Stege der Hotels. Rund um so einen Steg lohnt es sich nachzudenken. Wer mit nassen Händen die Leiter hinaufklettert, verliert leicht einen Ring, der im kalten Wasser locker geworden ist. Dann liegt er direkt unter der Leiter.
Millstätter See: Er ist der tiefste See in Kärnten. An den Badeplätzen in Millstatt, Seeboden oder Döbriach geht man trotzdem flach hinein. Fällt dir der Ring aber vom Steg oder vom Boot, ist es dort meistens gleich viel tiefer.
Ossiacher See: Bodensdorf, Annenheim, Sattendorf, Steindorf. An manchen Stellen steht am Ufer dichtes Schilf. Warum das eine Rolle spielt, steht weiter unten.
Klopeiner See: klein, im Sommer warm und voll. Weil er so überschaubar ist, lässt sich die Stelle hier meistens gut eingrenzen. Welches Bad, und wie weit draußen, das reicht oft schon.
Weißensee: lang und schmal, an vielen Stellen ohne ein einziges Haus, und rundherum liegt der Naturpark Weissensee. Gesucht wird hier an den Badeplätzen, nicht am naturbelassenen Ufer.
Beim Faaker See und den kleineren Seen ist es nicht anders. Mehr dazu, wie sich Kies, Sand und Schlamm unter Wasser verhalten: Ring im See verloren.
Dann schreib in die Anfrage, wie weit vom Ufer du warst und wie tief es dort ungefähr ist. Irgendwann braucht es einen Taucher statt einer Sonde. Manche Sucher können beides, die meisten nicht, und wer sich meldet, sagt dir, wie weit er kommt.
Eine Kärntner Regel, die Metallsuchgeräte an den Seen verbietet, haben wir nicht gefunden, auch nicht im Naturschutzgesetz. Drei Dinge gelten für eine Suche aber trotzdem.
Das Schilf bleibt in Ruhe. Im Schilf- und Röhrichtgürtel verbietet das Kärntner Naturschutzgesetz Grabungen und alles, was den Lebensraum dort nachhaltig gefährdet (§ 8). Da gräbt also niemand, auch nicht für deinen Ring.
Auf einem Grundstück mit einem geschützten Bodendenkmal braucht jede Sonde eine Bewilligung vom Bundesdenkmalamt, egal wonach man sucht (Denkmalschutzgesetz, § 10 Abs. 2). Ein paar Kilometer südlich vom Wörthersee liegt so ein Fall: Im Keutschacher See liegen unter Wasser die Reste einer Pfahlbausiedlung, rund sechstausend Jahre alt und seit 2011 UNESCO-Welterbe. Dort hat eine Sonde nichts verloren.
Und der Grund gehört jemandem, dem Strandbad, dem Hotel oder der Gemeinde. Wer sucht, fragt dort vorher.
Kommt doch einmal etwas Altes aus dem Sand, gilt dasselbe wie überall in Österreich: melden und die Stelle so lassen, wie sie ist. Sondeln in Österreich erklärt, wie das geht. Für all das ist verantwortlich, wer sucht. Retrievly prüft keine Genehmigungen.
Viele merken es erst auf der Heimfahrt. Das ist kein Grund aufzugeben. Du musst nicht dabei sein, damit jemand sucht: welcher See, welches Bad, welcher Tag, wie tief du gestanden bist. Damit kann man anfangen.
Selber suchen wir nicht. Wir bringen dich mit Leuten zusammen, die mit der Sonde unterwegs sind und gern etwas zurückbringen.
In Kärnten sind wir neu, und vielleicht ist bei deinem See noch niemand angemeldet. Dann suchen wir jemanden: Du stellst die Anfrage ein, wir fragen in den Foren und Gruppen der Gegend herum und schicken den Link weiter.
Öffentlich sieht man nur einen groben Kreis, nie deinen genauen Punkt. Den bekommt nur der Sucher, den du dir aussuchst.
Über Retrievly läuft kein Geld. Ein Dankeschön machst du dir direkt mit dem Sucher aus.
Am meisten entscheidet, wie bald die Anfrage online ist und wie genau du die Stelle beschreiben kannst. Im Wasser zählt das noch mehr als an Land. Wir überprüfen niemanden, der sich meldet: Schau dir das Profil an und trefft euch untertags, wo Leute sind.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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