Bleib, wo du bist. Die Alte Donau steht fast still, und auch die Neue Donau fließt kaum. Ein Ring, der hier ins Wasser fällt, bleibt ziemlich genau dort liegen.
Und das Gute an Wien: Man kommt mit der U-Bahn hin. Wer für dich sucht, hat es nicht weit, und du kannst selber leicht noch einmal hinfahren.
Gänsehäufel. Das große Strandbad der Stadt, auf einer Insel in der Alten Donau, mit Sandstrand und weiten Liegewiesen. Es hat Personal, und was jemand findet, landet oft zuerst dort. Sag also im Bad Bescheid, bevor du heimgehst.
Alte Donau. Ein abgeschnittener Donauarm, ruhig und im Sommer warm, mit kleineren Bädern und freien Badestellen rundherum. Der Grund ist weich, der Ring sinkt ein Stück ein, bleibt aber, wo er ist. Im Wasser wachsen Pflanzen, die die Stadt im Sommer mit Mähbooten schneiden lässt. Manchmal bleibt ein Ring in den Halmen hängen, noch bevor er den Grund erreicht.
Donauinsel bei der Reichsbrücke. Hier gehst du in die Neue Donau, und für die gilt dasselbe wie für einen See. Liegst du auf der Wiese, ist es eine ganz andere Suche: Dort bleibt der Ring in der Grasnarbe hängen. Schreib dazu, ob es im Wasser oder auf der Wiese war, und auf welcher Seite der Brücke.
Eine eigene Naturschutzregel für die Donauinsel oder die Alte Donau, die eine Sonde betrifft, haben wir nicht gefunden. Der Nationalpark Donau-Auen fängt erst weiter flussabwärts an, in der Lobau, und dort hat eine Sonde nichts verloren.
Was trotzdem gilt, ist das Denkmalschutzgesetz. Wer gezielt nach archäologischen Funden sucht, braucht eine Bewilligung vom Bundesdenkmalamt, und auf einem Grundstück mit geschütztem Bodendenkmal braucht sie jede Sonde (§ 10). Wer deinen Ring sucht, sucht nichts Altes. Taucht trotzdem etwas auf: melden und liegen lassen, wie es Sondeln in Österreich beschreibt.
Und der Grund gehört der Stadt. Im Gänsehäufel fragt der Sucher vorher beim Bad. Verantwortlich dafür ist, wer sucht. Retrievly prüft keine Genehmigungen.
Was in Wien gefunden und abgegeben wird, kommt zum Fundservice der Stadt. Frag dort nach, auch ein paar Tage später noch, und beim Gänsehäufel zusätzlich direkt im Bad.
Viele schauen erst am Abend auf die Hand. Das ist kein Grund aufzugeben. Im ruhigen Wasser bewegt sich der Ring kaum, und du musst nicht dabei sein, damit jemand sucht: welcher Ort, welche Stelle, welcher Tag, wie tief. Damit geht es los.
Selber suchen wir nicht. Wir bringen dich mit Leuten zusammen, die mit der Sonde unterwegs sind und gern etwas zurückbringen.
Auch in Wien kann es sein, dass in deiner Nähe noch niemand angemeldet ist. Dann suchen wir jemanden für dich: Du stellst die Anfrage ein, wir fragen in den Foren und Gruppen herum und schicken den Link weiter.
Öffentlich sieht man nur einen groben Kreis, nie deinen genauen Punkt. Den bekommt nur der Sucher, den du dir aussuchst.
Über Retrievly läuft kein Geld. Ein Dankeschön machst du dir direkt mit dem Sucher aus.
Am meisten hilft, wenn die Anfrage bald online ist und du die Stelle genau beschreibst. Auf einer Liegewiese mit tausend Leuten ist ein Fixpunkt Gold wert. Wir überprüfen niemanden, der sich meldet: Schau dir das Profil an und trefft euch untertags, wo Leute sind.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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