Bleib, wo du bist, und merk dir die Stelle. Ein See hat keine Gezeiten. Ein Ring, der am Ufer abgeht, liegt fast immer noch dort.
Sag es dem Bademeister am Lido und der Polizia Locale im Ort. Und fährst du bald heim, stell vorher noch eine Anfrage ein.
Sandstrände sind am Gardasee selten. Die meisten Strände sind aus Kies, viele Lidos haben eine Liegewiese bis ans Wasser, und rund um Sirmione liegst du auf flachen Felsplatten.
Im Kies fällt ein Ring in eine Lücke und bleibt dort. Mit freiem Auge siehst du ihn kaum. Ein Metalldetektor hört ihn aber durch die Steine hindurch. Das Ausgraben dauert länger als im Sand, weit gewandert ist er meistens nicht.
Auf der Wiese geht es mit dem Detektor schnell. Auf den Platten bei Sirmione rutscht ein Ring gern in eine Ritze. Da findest du ihn im seichten Wasser mit Taucherbrille manchmal selbst.
Im Norden liegt der See eng zwischen den Bergen, und der Grund fällt schon nah am Ufer steil ab. Was dort vom Steg oder vom Boot fällt, liegt bald zu tief, um hinzuwaten. Das ist eine Sache für einen Taucher.
Im Süden, bei Desenzano, Sirmione und Peschiera, wird der See breit, und das Ufer ist vielerorts flacher. Ein Ring, der beim Schwimmen abgeht, liegt dort oft noch in Stehtiefe.
Schreib in die Anfrage, wie tief das Wasser war. Geschätzt reicht: bis zur Hüfte, bis zur Brust, oder kein Grund mehr unter den Füßen. Daran sieht ein Sucher sofort, ob er selbst gehen kann oder einen Taucher braucht. Fürs Tauchen hat jedes Ufer am Gardasee eigene Regeln, und die kennt der Taucher.
Warum ein See anders ist als das Meer: Ring im See verloren.
Der Gardasee gehört zu drei Regionen. Der Norden ist Trentino, das Westufer Lombardei, das Ostufer Veneto. Ein gemeinsames Fundamt gibt es nicht, jeder Ort hat sein eigenes.
Sag es auch am Lido und an der Strandbar. Private Lidos und Hotels behalten Gefundenes oft selbst, statt es der Gemeinde zu bringen. Frag deshalb an beiden Stellen.
Rund um den Gardasee liegen Reste von Pfahlbaudörfern aus der Bronzezeit. Einige davon liegen unter Wasser, nah am Ufer, bei Manerba, bei Sirmione und bei Peschiera. Sie gehören zum UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten rund um die Alpen.
Dort hat eine Sonde nichts verloren. Was an Altem im Seegrund liegt, gehört in Italien dem Staat (Codice dei beni culturali, Art. 91).
Ein landesweites Verbot, mit dem Detektor den eigenen Ring zu suchen, gibt es in Italien nicht. Geregelt ist die Suche nach archäologischen Funden, und die bleibt dem Staat vorbehalten.
In der Sicherheitsverordnung der Region Veneto für die Badesaison 2026 am Ostufer kommen Metalldetektoren nicht vor. Eine Gemeinde kann sie aber für die Saison am Strand verbieten, und viele Lidos sind verpachtet. Der Sucher schaut deshalb in die aktuelle Verordnung der Gemeinde und fragt beim Lido nach. Für dich als Besitzer ändert das nichts.
Viele merken es erst am Brenner oder beim Auspacken. Umdrehen musst du nicht. Der Ort, der Strand oder das Lido und der Tag reichen, damit jemand anfangen kann.
Du bist noch am See und fährst bald? Was du vor der Abreise noch erledigst.
Retrievly sucht nicht selbst. Wir bringen dich mit Leuten zusammen, die einen Detektor haben und für dich hinausgehen.
Am Gardasee sind wir neu. Kann sein, dass in deiner Nähe noch niemand angemeldet ist. Dann suchen wir jemanden: Du stellst die Anfrage ein, wir fragen in den Gruppen und Foren rund um den See herum und schicken ihm den Link.
Sucher sehen nur einen groben Kreis. Den genauen Punkt bekommt die eine Person, für die du dich entscheidest.
Über Retrievly läuft kein Geld. Den Finderlohn machst du dir direkt mit dem Sucher aus.
Zwei Dinge entscheiden das meiste: wie schnell die Anfrage online geht und wie eng du die Stelle eingrenzen kannst. Am selben Tag und mit einem Punkt, an den man sich stellen kann, ist das eine ganz andere Aufgabe als eine große Fläche zwei Wochen später. Und wir überprüfen niemanden, der sich meldet: Schau dir das Profil an und trefft euch an einem öffentlichen Ort.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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