Bleib, wo du bist. Ein Ring, der im Sand abgeht, liegt fast immer ein paar Schritte um dich herum, meistens direkt unter dir.
Auf Mallorca hast du einen Vorteil. Das Mittelmeer hat so gut wie keine Gezeiten, die Stelle von heute ist morgen noch dieselbe. Was einen Ring hier bewegt, sind Leute und die Maschinen, die in der Saison die großen Strände reinigen.
Der lange Strand von Can Pastilla bis S'Arenal. Die Strandbuden heißen dort Balnearios und haben Nummern, und genau diese Nummer ist das Wichtigste, was du mitbringst. „Zwischen Balneario 5 und 6, zehn Meter vom Wasser“ ist ein Suchgebiet. „Playa de Palma“ sind mehrere Kilometer Sand.
Wie die anderen großen Strände wird sie in der Saison maschinell gereinigt. Ein Ring knapp unter der Oberfläche kann dabei verschoben werden oder mit dem Sand verschwinden. War er am Abend weg, stell die Anfrage noch am selben Abend ein.
Eine geschützte Bucht in Calvià. Das Wasser bleibt lange flach, und viele Familien stehen darin. Ist der Ring beim Baden abgegangen, dann dort, wo du noch stehen konntest. Der Kreis ist kleiner, als es sich anfühlt. Für Palmanova, Magaluf und Peguera gleich nebenan gilt dasselbe.
Die lange Bucht an der Ostküste, mit der Promenade dahinter. Sie gehört zwei Gemeinden, Son Servera und Sant Llorenç des Cardassar. Das klingt nach einem Detail und ist keins. Jede Gemeinde regelt ihren Strand selbst, und abgegebene Fundsachen landen im jeweiligen Rathaus. Schreib dazu, an welchem Ende der Bucht du warst.
Wer in Spanien einen Ring findet, muss ihn dem Besitzer zurückgeben oder bei der Gemeinde abgeben. So steht es im Zivilgesetzbuch, Artikel 615. In Palma ist das die Oficina d'Objectes Trobats, sonst das Ajuntament der Gemeinde, zu der der Strand gehört. Frag dort nach, und eine Woche später noch einmal.
Das wird auch durchgesetzt. Im März 2025 hat ein Gericht in Palma einen Hobby-Sondengänger verurteilt, der Schmuck von den Stränden der Stadt verkauft hatte, statt ihn abzugeben. Rund 5.300 Euro musste er an die Oficina d'Objectes Trobats zahlen.
An einem normalen Strand meistens ja. Das Denkmalschutzgesetz der Balearen verbietet den Detektor auf Kulturgut, und ein Strand ist nicht schon deshalb Kulturgut, weil er ein Strand ist. Eingetragene Fundstellen schon, und jede Gemeinde kann eigene Strandregeln haben. Mit dem Gesetzestext steht das auf unserer Seite Sondeln auf Mallorca. Wer sucht, prüft den Abschnitt vorher. Das ist seine Sache, nicht deine.
Die meisten merken es am Flughafen oder beim Auspacken. Du musst nicht auf der Insel sein. Strand, Balneario oder Ende der Bucht und dazu der Tag reichen für den Anfang. Kann er dir auf dem Heimweg abgegangen sein, frag auch am Flughafen Palma nach, der hat eine eigene Stelle für Fundsachen.
Retrievly sucht nicht selbst. Wir bringen dich mit Leuten aus der Nähe zusammen, die einen Detektor haben und losgehen.
Auf der Insel suchen schon einige nach verlorenen Ringen, manche gegen Bezahlung. Wir sind neu hier. Ist bei deinem Strand noch niemand angemeldet, suchen wir selbst jemanden und schicken ihm deine Anfrage.
Öffentlich sieht man nur einen groben Kreis. Die genaue Stelle bekommt nur die Person, die du aussuchst.
Die Anfrage kostet nichts, und über Retrievly fließt kein Geld. Ein Dankeschön machst du direkt mit dem Sucher aus.
Je früher die Anfrage steht und je enger der Kreis, desto besser. Retrievly prüft niemanden. Trefft euch bei Tageslicht und dort, wo Leute sind.
Anfrage postenStöbern geht ohne Konto. Anmelden musst du dich erst zum Posten.
Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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