Auf allem, was zum historischen Erbe der Balearen gehört, ist der Metalldetektor verboten. Eine Erlaubnis bekommen nur Forschungsteams, und zwar vom Inselrat.
Ein normaler Strand gehört nicht automatisch dazu, aber die Gemeinden haben eigene Strandregeln, und was du findest, gehört dir nicht.
Im Denkmalschutzgesetz der Balearen, der Ley 12/1998, steht zum Detektor genau ein Satz:
“Se prohíbe la utilización de detectores de metales en los bienes integrantes del patrimonio histórico de las Illes Balears, con la excepción de los equipos investigadores que soliciten y obtengan el permiso pertinente del consejo insular correspondiente.”
Heißt: Auf Kulturgütern der Inseln ist der Detektor verboten. Erlaubt ist er nur Forschungsteams mit Genehmigung des zuständigen Inselrats, auf Mallorca also des Consell de Mallorca. Für Hobby-Sondengänger gibt es keine Genehmigung.
Strände kommen im Gesetz nicht vor. In Spanien sind sie öffentlicher Grund des Staates und damit nicht schon von selbst Kulturgut. Anders ist es, wenn ein Abschnitt als archäologische Fundstelle eingetragen ist, an Land oder unter Wasser. Solche Stellen gibt es an den Küsten der Inseln.
Dazu kommen die Gemeinden. Sie regeln selbst, was an ihren Stränden erlaubt ist. Was dort gerade gilt, weiß das Ajuntament, nicht diese Seite.
Nach dem spanischen Zivilgesetzbuch, Artikel 615, gibst du Gefundenes dem Besitzer zurück. Ist er nicht da, bringst du es zur Gemeinde, in Palma zur Oficina d'Objectes Trobats.
Genau darum ging es im März 2025 in Palma. Ein Hobby-Sondengänger hatte 2023 an den Stränden der Stadt Schmuck gefunden und im Pfandhaus verkauft, statt ihn abzugeben. Das Gericht verurteilte ihn zu 540 Euro Geldstrafe, und rund 5.300 Euro musste er an die Oficina d'Objectes Trobats zahlen. Bestraft wurde der Verkauf, nicht das Suchen.
Auf der Insel suchen mehrere Leute nach verlorenen Ringen. Retrievly ist eine Plattform: Sie bringt Leute, die einen Ring im Sand verloren haben, mit Sondengängern aus der Nähe zusammen. Eine Anfrage einzustellen ist kostenlos. Schreib den Strand mit Namen dazu. Wer sucht, muss wissen, ob der Abschnitt geschützt ist, und ein Sucher von der Insel weiß das schneller als du.
Was du in den ersten Minuten machst und an welchen Stränden es meistens passiert, steht auf Ring am Strand verloren auf Mallorca.
Das hier ist keine Rechtsberatung, und die Regeln ändern sich. Maßgeblich sind die Ley 12/1998, Artikel 25, im spanischen Amtsblatt auf boe.es, der Consell de Mallorca und die Strandverordnung der jeweiligen Gemeinde.
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Kenny schnorchelt seit Jahren in der Donau und holt dabei ständig Sachen hoch, die anderen gehören: Geldbörsen, der Ausweis noch drin, Handys, Schlüssel. Daraus ist Retrievly entstanden.
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